Dekra und Universität Göttingen

Dekra und Universität Göttingen Elektrofahrzeuge im Crashtest

04.12.2019 Julia Lamml

© Dekra e.V.Grundsätzlich, erklärt Dekra-Unfallforscher Markus Eglhaaf, wäre gerade der seitliche Baumanprall bei derartigen Geschwindigkeiten kaum zu überleben.

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Aufprall gegen einen Baum und brennende Antriebsbatterien: Dekra und die Universität Göttingen untersuchen in verschiedenen Szenarien die Unfallsicherheit von Elektroautos.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt testeten die Dekra Unfallforschung und die Verkehrsunfallforschung der Universitätsmedizin Göttingen die Sicherheit von seriellen Elektroautos. »Die Schadenbilder aus den Crashtests sind vergleichbar mit denen an konventionell angetriebenen Fahrzeugen«, sagt Dekra-Unfallforscher Markus Egelhaaf. »Das Hochvoltsystem der Elektrofahrzeuge wurde jeweils beim Crash zuverlässig abgeschaltet. Und trotz massiver Deformation der Antriebsbatterie kam es in keinem Fall zu einem Brand

Renault Zoe und Nissan Leaf im Test

Im Testcenter in Neumünster crashten für die Untersuchung ein Renault Zoe und drei Nissan Leaf in verschiedenen Testläufen gegen einen Pfahl, um unterschiedliche Szenarien eines Baum-Aufpralls zu simulieren. Beide Modelle wurden bereits im Euro NCAP-Rating mit der maximalen Punktzahl bewertet. Der Dekra-Test bestätigt nun das Ergebnis.

Bilder: 5

Elektroautos im Dekra-Crashtest

Sind Elektro-Fahrzeuge genauso sicher wie konventionelle Autos? Der Dekra-Crashtest zeigt die Ergebnisse der Sachverständigen-Untersuchung.

Die Geschwindigkeiten lagen dabei über den üblichen Standards: Der Renault kollidierte in drei Testläufen bei 60 km/h und die Nissan bei 60 und 75 km/h seitlich mit dem Hindernis. Ein vierter Durchgang testete einen Nissan im Frontal-Zusammenstoß bei 84 km/h. Grundsätzlich, erklärt Eglhaaf, wäre gerade der seitliche Baumanprall bei derartigen Geschwindigkeiten kaum zu überleben. »Das gilt aber für jede Art von Pkw, ganz unabhängig von der Antriebsart. Die großen Hersteller von Serien- Elektrofahrzeugen haben es verstanden, mindestens das gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen, das wir von Verbrennerfahrzeugen kennen.«

Weitere Tests: Löschen brennender Antriebsbatterien

Im Anschluss an die Crashtests untersuchten die Forscher zudem, mit welchen Verfahren und Hilfsmitteln Rettungskräfte die Insassen am besten aus den Wracks herausholen könnten.

Getestet wurde außerdem das Löschsystem, die sogenannte Löschlanze. Im Fall einer brennenden Antriebsbatterie kann die Feuerwehr diese direkt in das Akkugehäuse einschlagen. »Damit finden die Löscharbeiten sozusagen innerhalb der Batterie statt, um die Ausbreitung des Feuers auf weitere Batteriezellen zu stoppen«, erzählt Eglhaaf. »Die ersten Erkenntnisse mit dem Verfahren sind positiv, für eine endgültige Aussage ist weitere Forschung nötig.« Twitter Xing linkedIn facebook Mail

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